Ronald Reng: Robert Enke

Heute gibt es mal wieder einen Buchtipp auf meinem Blog. Wie viele Menschen hat mich der Selbstmord von Robert Enke im November 2009 sehr bewegt. Das Buch “Robert Enke: Ein allzu kurzes Leben” von Ronald Reng, einem mit Enke befreundeten Journalisten, stand daher schon lange auf meiner Wunschliste.

Reng beschreibt in dem Buch auf 400 Seiten nicht nur ausführlich den sportlichen Werdegang Enkes und erzählt von Hoch- und Tiefpunkten seiner Karierre, er gibt auch einen guten Einblick in das Privatleben von Robert Enke. Dabei wird deutlich welche Schicksalsschläge Enke sowohl sportlich als auch im Privaten ertragen musste. Dabei wird deutlich wie sehr die Krankheit Depression Enke zeitweise im Griff hatte und wie diese auf schockierende Art und Weise sein Leben beeinflusste und ihn schließlich zum Selbstmord bewog. Gleichzeitig wird deutlich, wie wenig im Tagesgeschäfft Fußball auf den einzelnen Menschen Rücksicht genommen wird.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Auch weniger fußballinteressierte Menschen wird das Buch gefallen. Die 20 € für das Buch lohnen sich definitiv. Wenn ihr es euch nicht selbst kaufen wollt, leihe ich es aber auch gerne aus. Einfach mal nachfragen!

Frank Schätzing: Mordshunger

Ich oute mich hier nun mal als Schätzing-Fan, denn nach Der Schwarm, Lautlos, Keine Angst und Limit (das halbdurchgelesen auf meinem Nachttisch steht) ist Mordshunger das fünfte Schätzing-Buch was ich in den letzten 4 Jahren gelesen habe.

Mit Mordshunger ist Schätzing ein spannender und abwechslungsreicher Roman gelungen. Dabei klärt Komissar Cüpper den Mordfall der Inka von Barneck auf, doch immer wenn für den Leser der vermeintliche Mörder feststeht gibt es neue Indizien – oder eine neue Leiche. Nebenbei dreht sich in dem Buch alles um Cüppers Leidenschaft fürs Essen und am Ende wird der Komissar sogar den Löwen im Kölner Zoo zum Fraß vorgeworfen.

Interessant ist dabei zu sehen wie sich der Schreib- und Erzählstil von Schätzing mit den Jahren verändert hat. Mordshunger ist Schätzings zweites Buch und wurde erstmals 1996 veröffentlicht und 2006 im Goldmann-Verlag neu aufgelegt. Während  Schätzings neuste Werke wie Der Schwarm oder Limit von endlos langen Sätzen geprägt sind und sich die Bücher beim Lesen etwas ziehen, dafür aber beim Leser große Spannung aufbauen, sind die Sätze in Mordshunger kürzer und das Buch lässt sich in einem Rutsch runter lesen (ich habe die 448 Seiten an 2 Tagen auf den Bahnfahrten von und nach Essen gelesen).

Ich kann das Buch in jedem Fall empfehlen und leihe es euch auch gerne mal aus!