Studieren im Kino

Montagmorgen, 8.00 Uhr. Ich sitze im Saal 2 des Essener CinemaxX. Normalerweise laufen in dem mit 580 Plätzen größten Saal des Essener Kinos Filme wie momentan “Die drei Musketiere” mit Oscar-Preisträger Christoph Waltz. Doch um diese Zeit hat das Kino nur für uns Studenten geöffnet und anstatt die neuesten Highlights aus Hollywood zu sehen, steht heute die Vorlesung “Einführung in die Betriebswirtschaftslehre” mit Prof. Dr. Christoph Weber auf dem Programm.

Aus Raumnot hat die Universität Duisburg-Essen für das Wintersemester insgesamt sieben Kinosäle angemietet, die den Studenten maximal in der Zeit von 8 – 16 Uhr zur Verfügung stehen. Dabei kann eine Vorlesung auch per Funkübertragung in die umliegenden Räume übertragen werden, sodass maximal 2.000 Studenten gleichzeitig eine Veranstaltung verfolgen können. Die “Notlösung” CinemaxX soll dabei solange in Anspruch genommen werden, bis das mit 1.200 Plätzen ausgestattete neue Hörsaalzentrum am Rheinischen Platz fertiggestellt ist.

Anstatt harten Holzstühlen kommen die Studenten nun also in den Genuss von rosa Plüschsesseln. Nie dürften Studenten in Deutschland bequemer in einer Vorlesung gesessen haben – doch hier hören die Vorteile auch schon auf. Die fehlenden Holztische machen es fast unmöglich vernünftig mitzuschreiben, was auch durch das schlechte Licht im Kinosaal erschwert wird. Zudem verleiten die Kinosessel einfach zum Einschlafen – zumindest ging es mir so, dass ich von der letzten BWL-Vorlesung nur das letzte Drittel mitbekommen habe. Naja, dafür war ich dann wenigstens ausschlafen.

Letztendlich ist die Verlegung von Vorlesungen in den CinemaxX aber eine “Win-win-win”-Situation für Kino, Uni und Studenten. Das Kino kann so den Leerstand der Räumlichkeiten am Vormittag auffangen, die Uni hat bei der Raumplanung weitere Alternativen und kann allen Studenten den Besuch der Veranstaltungen ermöglichen und den Studenten bleiben überfüllte Vorlesungen in zu kleinen Räumen erspart.

Und den Kaffee in der “CinemaxX-Mensa” (im ersten Obergeschoss) kann ich übrigens nur empfehlen…

Tischkritzeleien II

Es ist an der Zeit die angekündigte Serie fortzuführen und wieder einmal einen Schnappschuss von Kritzeleien auf Uni-Tischen zu veröffentlichen. Mit der etwas ungewöhnlichen Schreibweise des Wortes Stochastik hat hier anscheinend ein Kommilitone versucht seinen Unmut über die Mathematik zu äußern..

Tischkritzeleien I

Viele Tische in der Uni sehen so aus, wie auf dem folgenden Foto. Man findet dort allerhand an lustigen Sprüchen, Gedichten etc. Und ich dachte mir, man könnte daraus ja mal eine kleine Serie für meinen Blog machen. In regelmäßigen Abständen werde ich also mal Fotos von unseren Uni-Tischen hier posten.

Da es sich bei diesen Kritzeleien meiner Meinung nach um Sachbeschädigung handelt weise ich an dieser Stelle ausdrücklich daraufhin, dass ich nicht der Urheber bzw. Verfasser der Kritzeleien bin und diese nicht gutheiße.

Heute beginne ich meiner Serie der “Tischkritzeleien” mit einem Rezept für Hawaii-Toast, das ich vergangenen Dienstag in der BWL-Vorlesung im Audimax der Uni Essen entdeckt habe. Ich habe das Rezept nicht ausprobiert, aber das könnt ihr ja gerne für mich übernehmen und mir dann berichten.